Tore: Unterschied zwischen den Versionen

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== Besondere Ereignisse im Profisport ==
 
== Besondere Ereignisse im Profisport ==
* Am 20. September 1989 kam es zu einem schweren Unfall durch eine mangelhafte Befestigung des Tornetzes: Im Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen rutscht der Spieler Ditmar Jakobs bei einem Klärungsversuch in den Netzraum und verletzt sich dabei an einem Karabinerhaken so schwer, dass er seine Fußballkarriere anschließend beenden muss.<ref>[https://www.ndr.de/sport/mehr_sport/Ditmar-Jakobs-Gefangen-am-Karabinerhaken-,jakobs105.html Ditmar Jakobs: Gefangen am Karabinerhaken], Website des NDR</ref>
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* Am 20. September 1989 kam es zu einem schweren Unfall durch eine mangelhafte Befestigung des Tornetzes: Im Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen rutscht der Spieler Ditmar Jakobs bei der Verhinderung eines Tores in den Netzraum und verletzt sich dabei an einem Karabinerhaken so schwer, dass er seine Fußballkarriere anschließend beenden muss.<ref>[https://www.ndr.de/sport/mehr_sport/Ditmar-Jakobs-Gefangen-am-Karabinerhaken-,jakobs105.html Ditmar Jakobs: Gefangen am Karabinerhaken], Website des NDR</ref> Durch diesen Unfall wurden Karabinerhaken und ähnliche Befestigungsmethoden in Deutschland verboten.
  
 
== Quellen und Nachweise ==
 
== Quellen und Nachweise ==

Version vom 24. April 2020, 16:41 Uhr

Tor mittig des Torraums

Die Tore sind ein wichtiger Teil des Aufbau des Spielfeldes. Da es das Ziel beider Mannschaften ist, möglichst viele Tore zu erzielen, und hierdurch der Sieger des Spiels ermittelt wird (hierzu siehe Regel 10: „Bestimmung des Spielausgangs“), ist ein Fußballspiele ohne Tore nicht möglich. Aufgrund dieses spielentscheidenden Aspekts und andererseits der Gefahren, die von nicht ordnungsgemäß aufgebauten Toren ausgehen, gehört die Kontrolle der Tore zwingend zur Platzkontrolle des Schiedsrichterteams vor Spielbeginn.

Anforderungen

Die Anforderungen an die Tore sind im Wesentlichen in Regel 1 der Fußball-Regeln definiert.[1]

Position, Form und Maße

  • Auf dem Spielfeld befinden sich zwei Tore, eines für jede Mannschaft. Sie stehen in der Mitte auf jeder der beiden Torlinien. Der Abstand von jedem Torpfosten zur nächsten Eckfahne ist demzufolge überall identisch.
  • Die Grundform des Tores ist rechteckig: Es besteht aus zwei senkrecht auf dem Boden stehenden Pfosten, die mit einer waagerecht zum Boden verlaufenden Querlatte verbunden sind (siehe Foto). Die Querlatte ist an den oberen Enden der Pfosten befestigt.

Torpfosten und Querlatte

  • Der Abstand der Innenseiten der Pfosten beträgt 7,32 Meter. Die Unterseite der Querlatte zum Boden beträgt 2,44 Meter.
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      Die „krummen“ Werte kommen aus dem angloamerikanischen Maßsystem: 8 Yards Breite, 8 Fuß Höhe.
    • Trotz der krummen Werte sollte ein Schiedsrichter diese beiden Maße im Kopf haben, da sie von sehr hoher Bedeutung sind.
  • Die Farbe der Torpfosten ist Weiß. In Deutschland ist auch die Farbe Silber (Metall) explizit erlaubt.[2] Ein Anstrich in anderen („bunten“) Farben ist allerdings nicht erlaubt!
  • Die Grundform der Torpfosten kann rund oder rechteckig sein. Die maximale Breite beträgt 12 Zentimeter. Bei einer rechteckigen Grundform gilt, dass Breite und Länge identisch sein müssen (d.h. quadratische Grundform), wobei die Regel hier etwas widersprüchlich sind.[3]
  • Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein Pfosten oder die Querlatte bricht, muss das Spiel sofort unterbrochen und das Tor innerhalb einer vom Schiedsrichter gesetzten Frist (z.B. 30 Minuten) ordnungsgemäß repaiert werden. Eine provisorische Reparatur mittels Holzbalken, Schnur oder ähnlichem ist nicht erlaubt; in diesem Fall muss das Spiel abgebrochen werden.

Tornetze

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Tor mit befestigter Netzaufhängung
  • Die Tore enthalten üblicherweise Tornetze. Diese dienen in erster Linie dazu, dass es leichter zu erkennen ist, ob der Ball innerhalb oder außerhalb des Tores das Spielfeld verlassen hat.
  • In den Fußball-Regeln sind die Tornetze nicht zwingend vorgeschrieben („Netze können an den Toren [...] befestigt werden“). Durch die Spielordnungen oder Ausschreibungen der Wettbewerbe sind diese aber in nahezu allen Spielen verpflichtend.
  • Für den Schiedsrichter sind die Tornetze eine große Hilfe für die Wahrnehmung. Dementsprechend ist es wichtig, dass das Schiedsrichterteam vor dem Anpfiff im Rahmen der Platzkontrolle die Tornetze prüft. Hinzu kommt, dass von den Tornetzen bei falscher Befestigung eine erhebliche Verletzungsgefahr ausgehen kann. Deswegen prüfen die Schiedsrichter die folgenden Aspekte:
    • Die Tornetze sind am Tor (Pfosten und Querlatte) so angebracht, dass keine Lücken zwischen Tor und Tornetz vorhanden sind.
    • Die Tornetze sind hinter dem Tor auf dem Boden befestigt. Dazu sind die Netze entweder direkt im Rasen befestigt („freie Netzaufhängung“ wie beispielsweise in der deutschen Bundesliga) oder an einem Hilfsrahmen am Tor („befestigte Netzaufhängung“, im Amateurbereich deutlich weiter verbreitet, siehe Foto rechts).
      • Sind die Netze direkt im Boden verankert, ist es wichtig, dass von den Befestigungen keinerlei Verletzungsgefahr für Spieler ausgeht, wenn sich ins Tor rutschen oder springen! Karabinerhaken und Stahlnägel sind verboten (siehe auch #Besondere Ereignisse im Profisport).
    • Die Netze dürfen keine Beschädigungen enthalten, wodurch der Ball durch das Netz rutschen könnte. Dies führt im schlimmsten Fall zur verzerrten Wahrnehmung: Der Schiedsrichter könnte ein Tor geben, obwohn der Ball von außen durch das Tornetz gerutscht sind, oder auf „kein Tor, Abstoß“ entscheiden, obwohl der Ball ins Tor geschossen und anschließend durch das Netz geflogen ist. Diese beiden Fehler gehören zu den schwersten Fehlentscheidungen, die einem Schiedsrichter passieren können.
      • Fehlentscheidungen infolge beschädigter Tornetze kommen im Profibereich nur sehr selten vor. Wenn dies doch passiert, führt dies zu entsprechenden Diskussionen und Berichterstattung.
  • Der Bereich zwischen Tor und Netz, also quasi das Innere des Tores, heißt Netzraum.

Abweichende Maße (Kleinfeld und Jugend)

Besondere Ereignisse im Profisport

  • Am 20. September 1989 kam es zu einem schweren Unfall durch eine mangelhafte Befestigung des Tornetzes: Im Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen rutscht der Spieler Ditmar Jakobs bei der Verhinderung eines Tores in den Netzraum und verletzt sich dabei an einem Karabinerhaken so schwer, dass er seine Fußballkarriere anschließend beenden muss.[4] Durch diesen Unfall wurden Karabinerhaken und ähnliche Befestigungsmethoden in Deutschland verboten.

Quellen und Nachweise

  1. DFB Fußball-Regeln, Ausgabe 2019/2020, Seite 10
  2. DFB Fußball-Regeln, Ausgabe 2019/2020, Seite 15
  3. Im Regeltext findet sich die Anforderung, dass die Pfosten genauso breit wie tief sein müssen. In der zugehörigen Illustration hingegen ist auch eine Grundform abgebildet, die deutlich schmaler als ihre Tiefe ist, siehe DFB Fußball-Regeln, Ausgabe 2019/2020, Seite 11
  4. Ditmar Jakobs: Gefangen am Karabinerhaken, Website des NDR