Bearbeiten von „Tore“

Zur Navigation springen Zur Suche springen

Warnung: Du bist nicht angemeldet. Deine IP-Adresse wird bei Bearbeitungen öffentlich sichtbar. Melde dich an oder erstelle ein Benutzerkonto, damit Bearbeitungen deinem Benutzernamen zugeordnet werden.

Die Bearbeitung kann rückgängig gemacht werden. Bitte prüfe den Vergleich unten, um sicherzustellen, dass du dies tun möchtest, und speichere dann unten deine Änderungen, um die Bearbeitung rückgängig zu machen.

Aktuelle Version Dein Text
Zeile 50: Zeile 50:
 
* Im deutschen Profifußball ist es aufgrund der gewissenhaften [[Platzkontrolle]] bisher nur selten zu Fehlentscheidungen hinsichtlich der Frage, ob der Ball ins Tor oder am Tor vorbei geschossen wurde, gekommen. Dennoch ist dies bereits mehrfach vorgekommen. Heute wird für diese Fehlentscheidung häufig der Begriff „'''Phantomtor'''“ verwendet.
 
* Im deutschen Profifußball ist es aufgrund der gewissenhaften [[Platzkontrolle]] bisher nur selten zu Fehlentscheidungen hinsichtlich der Frage, ob der Ball ins Tor oder am Tor vorbei geschossen wurde, gekommen. Dennoch ist dies bereits mehrfach vorgekommen. Heute wird für diese Fehlentscheidung häufig der Begriff „'''Phantomtor'''“ verwendet.
 
** Die erste solche Fehlentscheidung gab es am 27. März 1965, also schon kurz nach der Gründung der Bundesliga, im Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Karlsruher SC. Der Spieler Reinhold Wosab schoss den Ball am Tor vorbei, durch ein Loch im Tornetz gelangte der Ball in den Netzraum – der Schiedsrichter Günter Sparing entschied auf Tor. Angeblich hatte Wosab den Schiedsrichter noch darüber informiert, dass der Ball durch das Außennetz ins Tor gegangen sei; die Quellenlage hierfür ist allerdings recht dünn.<ref>[https://www.swr.de/sport/fuenf-jahrzehnte-phantomtore/-/id=1208948/did=12297626/nid=1208948/l9vkfp/index.html 48 Jahre Phantomtore] – Südwestrundfunk.</ref>
 
** Die erste solche Fehlentscheidung gab es am 27. März 1965, also schon kurz nach der Gründung der Bundesliga, im Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Karlsruher SC. Der Spieler Reinhold Wosab schoss den Ball am Tor vorbei, durch ein Loch im Tornetz gelangte der Ball in den Netzraum – der Schiedsrichter Günter Sparing entschied auf Tor. Angeblich hatte Wosab den Schiedsrichter noch darüber informiert, dass der Ball durch das Außennetz ins Tor gegangen sei; die Quellenlage hierfür ist allerdings recht dünn.<ref>[https://www.swr.de/sport/fuenf-jahrzehnte-phantomtore/-/id=1208948/did=12297626/nid=1208948/l9vkfp/index.html 48 Jahre Phantomtore] – Südwestrundfunk.</ref>
** Ein weiteres Phantomtor fiel am 21. Oktober 1978 in der Südstaffel der damals noch zweiglesigen zweiten Bundesliga, als Dieter Kobel im Spiel zwischen Borussia Neunkirchen und den Stuttgarter Kickers den Ball gegen die Haltestange des Tornetzes schoss und dieser von dort von außen auf dem Tornetz liegen blieb.<ref>[https://www.fr.de/sport/fussball/umstrittene-tor-entscheidungen-fussball-geschichte-11446019.html Umstrittene Tor-Entscheidungen in der Fußball-Geschichte] – Frankfurter Rundschau.</ref><ref>[https://11freunde.de/artikel/tumultartige-szenen/583496 Interview mit Dieter Kobel] – 11Freunde.</ref> Schiedsrichter Peter Drescher entschied nach Rücksprache mit seinem Schiedsrichter-Assistenten dennoch auf Tor. Der DFB annulierte das Spiel später und setzte ein Wiederholungsspiel an – aufgrund der [[Tatsachenentscheidung]] des Schiedsrichter-Teams war diese Entscheidung umstritten.<ref>[https://www.wahretabelle.de/news/-bdquo-dixie-ldquo-kobel-und-das-bdquo-phantomtor-ldquo-/6466 Kobel und das Phantomtor] – Wahretabelle.de</ref>
+
** Ein weiteres Phantomtor fiel am 21. Oktober 1978 in der Südstaffel der damals noch zweiglesigen zweiten Bundesliga, als Dieter Kobel im Spiel zwischen Borussia Neunkirchen und den Stuttgarter Kickers den Ball gegen die Haltestange des Tornetzes schoss und dieser von dort von außen auf dem Tornetz liegen blieb.<ref>[https://www.fr.de/sport/fussball/umstrittene-tor-entscheidungen-fussball-geschichte-11446019.html Umstrittene Tor-Entscheidungen in der Fußball-Geschichte] – Frankfurter Rundschau.</ref><ref>[https://11freunde.de/artikel/tumultartige-szenen/583496 Interview mit Dieter Kobel] – 11Freunde.</ref> Schiedsrichter Peter Drescher entschied nach Rücksprach mit seinem Schiedsrichter-Assistenten dennoch auf Tor. Der DFB annulierte das Spiel später und setzte ein Wiederholungsspiel an – aufgrund der [[Tatsachenentscheidung]] des Schiedsrichter-Teams war diese Entscheidung umstritten.<ref>[https://www.wahretabelle.de/news/-bdquo-dixie-ldquo-kobel-und-das-bdquo-phantomtor-ldquo-/6466 Kobel und das Phantomtor] – Wahretabelle.de</ref>
 
** Am 23. April 1994 kam es in der deutschen ersten Bundesliga im Spiel zwischen Bayern München und dem 1. FC Nürnberg zu einer falschen Schiedsrichterentscheidung durch den Schiedsrichter Hans-Joachim Osmers, als Thomas Helmer in einer undurchsichtigen Szene den Ball neben das Tor schoss, Osmers allerdings auf Tor entschied. Ursache war ein [[Fahnenzeichen]] des Schiedsrichter-Assistenten Jörg Jablonski. Der Ball lag allerdings ''nicht'' im Netzraum – weshalb es zu dieser Fehlentscheidung kam und weshalb sie nicht korrigiert wurde, konnte am Ende nicht hundertprozentig geklärt werden. In der Folge wurde auch dieses Spiel wiederholt. Der Vorgang zog über Wochen ein großes Medienecho nach sich.<ref>[https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/article192264763/25-Jahre-danach-Thomas-Helmers-Phantom-Tor-von-1994.html 25 Jahre danach: Thomas Helmers Phantomtor von 1994] – Die Welt.</ref>
 
** Am 23. April 1994 kam es in der deutschen ersten Bundesliga im Spiel zwischen Bayern München und dem 1. FC Nürnberg zu einer falschen Schiedsrichterentscheidung durch den Schiedsrichter Hans-Joachim Osmers, als Thomas Helmer in einer undurchsichtigen Szene den Ball neben das Tor schoss, Osmers allerdings auf Tor entschied. Ursache war ein [[Fahnenzeichen]] des Schiedsrichter-Assistenten Jörg Jablonski. Der Ball lag allerdings ''nicht'' im Netzraum – weshalb es zu dieser Fehlentscheidung kam und weshalb sie nicht korrigiert wurde, konnte am Ende nicht hundertprozentig geklärt werden. In der Folge wurde auch dieses Spiel wiederholt. Der Vorgang zog über Wochen ein großes Medienecho nach sich.<ref>[https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/article192264763/25-Jahre-danach-Thomas-Helmers-Phantom-Tor-von-1994.html 25 Jahre danach: Thomas Helmers Phantomtor von 1994] – Die Welt.</ref>
 
** Ein weiteres „Phantomtor“ fiel am 18. Oktober 2013 in der deutschen ersten Bundesliga durch Stefan Kießling im Spiel TSG Hoffenheim gegen Bayer 04 Leverkusen. Kießling köpfte den Ball an das Außennetz, der Ball gelang aber durch ein Loch im Tornetz tatsächlich in den Netzraum. Schiedsrichter Dr. Felix Brych entschied daraufhin auf Tor, Anstoß. Das DFB-Sportgericht entschied später, dass es sich um eine unanfechtbare Tatsachenentscheidung handelte und lehnte den Protest der TSG Hoffenheim gegen die Spielwertung mit Verweis auf [[Regel 5]] der Fußball-Regeln ab.<ref>[https://www.spiegel.de/sport/fussball/kiesslings-phantomtor-hoffenheim-bekommt-kein-wiederholungsspiel-a-930312.html Kießlings Phantomtor: Hoffenheim bekommt kein Wiederholungsspiel] – Der Spiegel.</ref> In der Analyse der Fehlentscheidung wurde festgestellt, dass der Irrtum in Echtzeit kaum zu erkennen war; der eigentliche Fehler des Schiedsrichter-Teams lag in der mangelhaften Platzkontrolle vor dem Spiel.<ref>Schiedsrichter-Zeitung, Ausgabe 2014/1, Seite 16.</ref>
 
** Ein weiteres „Phantomtor“ fiel am 18. Oktober 2013 in der deutschen ersten Bundesliga durch Stefan Kießling im Spiel TSG Hoffenheim gegen Bayer 04 Leverkusen. Kießling köpfte den Ball an das Außennetz, der Ball gelang aber durch ein Loch im Tornetz tatsächlich in den Netzraum. Schiedsrichter Dr. Felix Brych entschied daraufhin auf Tor, Anstoß. Das DFB-Sportgericht entschied später, dass es sich um eine unanfechtbare Tatsachenentscheidung handelte und lehnte den Protest der TSG Hoffenheim gegen die Spielwertung mit Verweis auf [[Regel 5]] der Fußball-Regeln ab.<ref>[https://www.spiegel.de/sport/fussball/kiesslings-phantomtor-hoffenheim-bekommt-kein-wiederholungsspiel-a-930312.html Kießlings Phantomtor: Hoffenheim bekommt kein Wiederholungsspiel] – Der Spiegel.</ref> In der Analyse der Fehlentscheidung wurde festgestellt, dass der Irrtum in Echtzeit kaum zu erkennen war; der eigentliche Fehler des Schiedsrichter-Teams lag in der mangelhaften Platzkontrolle vor dem Spiel.<ref>Schiedsrichter-Zeitung, Ausgabe 2014/1, Seite 16.</ref>
Lizenzhinweis:

Bitte kopiere keine Webseiten, die nicht deine eigenen sind, und benutze keine urheberrechtlich geschützten Werke ohne Erlaubnis des Urhebers!

Du gibst uns hiermit deine Zusage, dass Du den Text selbst verfasst hast, dass der Text Allgemeingut (public domain) ist oder dass er unter der Lizenz Creative Commons „Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ steht. Falls dieser Text bereits woanders veröffentlicht wurde, weise bitte auf der Diskussionsseite darauf hin. Verstöße gegen das Urheberrecht können zivilrechtliche Folgen haben und zu Schadenersatzforderungen führen!

Mit einem Klick auf „Seite speichern” überträgst Du dem Schiriwiki alle Nutzungsrechte am von Dir verfassten Text, so weit dies gesetzlich möglich ist, unter der Bedingung der angemessenen Nennung der Urheberschaft. Darüber hinaus unterstellst Du Deinen Text der Lizenz „Creative Commons „Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“” (siehe Schiriwiki:Urheberrechte für Einzelheiten). Die Einschränkungen der Lizenz (insbesondere das Verbot der kommerziellen Nutzung) gelten nicht für das Schiriwiki (siehe vorstehend).

Falls du nicht möchtest, dass deine Arbeit hier von anderen verändert und verbreitet wird, oder Du diesen Bedingungen nicht zustimmst, klicke nicht auf „Seite speichern“.

Bitte beantworte die folgende Frage, um diese Seite speichern zu können (weitere Informationen):

Abbrechen Bearbeitungshilfe (wird in einem neuen Fenster geöffnet)

Folgende Vorlagen werden auf dieser Seite verwendet:

Diese Seite ist in einer versteckten Kategorie enthalten: