Strafstoß: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Schiriwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Änderung 123 von Wolfgang (Diskussion) rückgängig gemacht.)
K (Kategorie F-Junioren eingefügt)
Zeile 63: Zeile 63:
 
[[Kategorie:Stub]]
 
[[Kategorie:Stub]]
 
[[Kategorie:E-Junioren]]
 
[[Kategorie:E-Junioren]]
 +
[[Kategorie:F-Junioren]]
 
[[Kategorie:G-Junioren]]
 
[[Kategorie:G-Junioren]]
 
[[Kategorie:Bambini]]
 
[[Kategorie:Bambini]]

Version vom 24. November 2011, 10:35 Uhr

Der Strafstoß ist eine Spielstrafe. Er wird im Volksmund auch Elfmeter genannt.

Allgemeines

Vorbereitung

Der Schiedsrichter sollte sicherstellen, dass der Schütze feststeht. Meistens ergibt sich das daraus, dass ein Spieler der ausführenden Mannschaft sich den Ball nimmt und ihn hinlegt. Bestehen aber geringste Zweifel daran, wer der Schütze ist, muss der Schiedsrichter nachfragen. Sind sich die Spieler nicht einig, wer schießt, ist der Spielführer der Ansprechpartner für den Schiedsrichter und muss entscheiden und mitteilen, wer ausführt. Zweifel, wer den Strafstoß ausführt, kann es insbesondere dann geben, wenn alle Spieler der ausführenden Mannschaft den Strafraum verlassen.

Position der Spieler

Der Torwart muss sich auf der Linie befinden und nach vorn sehen. Er darf auf der Linie an beliebiger Stelle stehen und sich auf der Linie auch bewegen. Der Schütze muss sich zur Ausführung hinter dem Ball befinden. Ob er Anlauf von innerhalb oder außerhalb des Strafraums nimmt, ist ihm überlassen. Alle anderen Spieler müssen sich aufhalten

  • außerhalb des Strafraums (beachte: Die Linien gehören zum Strafraum),
  • mit 9,15 Abstand vom Ball/Strafstoßpunkt; dieser Abstand wird außerhalb des Strafraums markiert von dem Teilkreis, und
  • hinter dem Ball.

Indirekte Ausführung

Der Ball muss beim Strafstoß nach vorn gespielt werden. Das bedeutet, er muss sich (auch) in Richtung des Tors bewegen. Ob er sich dabei auch oder gar überwiegend zur Seite bewegt, spielt keine Rolle. Es ist daher möglich und zulässig, den Strafstoß sehr schräg nach vorn zu spielen, und dort kann ein Mitspieler des Schützen den Torschuss versuchen. Diese indirekte Ausführung des Strafstoßes ist keine unsportliche Täuschung, sondern zulässig.


Verlängerung der Spielzeit

Vergehen beim Strafstoß

Vergehen des Schützen und seiner Mitspieler

Vergehen der verteidigenden Mannschaft

Spielfortsetzung

Persönliche Strafen

Handzeichen und Stellungsspiel

Handzeichen

Stellungsspiel mit neutralen Assistenten

Stellungsspiel ohne neutrale Assistenten

Taktik des Schiedsrichters

Strafstoß oder nicht?

Der Strafstoß ist die härteste Spielstrafe, weil er mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Tor führt. Er kann also spielentscheidend sein. Man sollte einen Strafstoß daher nicht leichtfertig verhängen, sondern nur, wenn man sich (nahezu) 100%ig sicher ist. Die meisten Schiedsrichter sind bei kleinen Fouls (z.B. Rempler und Trikotzupfer) der Verteidiger im Strafraum auch etwas großzügiger als außerhalb. Unter dem Strich sieht man als Schiedsrichter mit einem zu Unrecht gegebenen (und verwandelten) Strafstoß noch besser aus als mit einem verwehrten Strafstoß.

Strafstoß geben

Der Strafstoßpfiff sollte laut und relativ lang sein, also insgesamt sehr eindringlich. Dazu zeigt man mit einer Hand auf die Strafstoßmarke (Elfmeterpunkt). Danach sollte der Schiedsrichter noch das Vergehen durch Handzeichen anzeigen, z.B. Handspiel. Es empfiehlt sich nicht, sich selbst direkt zum Punkt zu begeben, weil dies rudelmäßige Proteste noch begünstigt. Besser ist es, erst einmal etwas außen an der Strafraumgrenze zu bleiben. Gerade bei Strafstoßentscheidungen darf man sich nicht den geringsten Zweifel anmerken lassen.

Umgang mit Protesten

Weil der Strafstoß die härteste Spielstrafe ist, führt er häufig zu Protesten. Da eine gewisse Emotionalität bei Strafstoßentscheidungen wegen ihrer großen Bedeutung verständlich ist, sollte der Schiedsrichter hier etwas großzügiger sein. Keinesfalls sollte man sich von Protesten irgendwie einschüchtern lassen. Man kann durchaus etwas wie "Ich bin mir ganz sicher, da gibt es nichts zu diskutieren" sagen. Darüber hinaus sollte man sich aber in keine Diskussionen verwickeln lassen. Hilfreich kann es sein, einfach mit der ausführenden Mannschaft zur Durchführung zu schreiten und/oder den Torwart auf die Linie zu bitten. Wenn man einfach unbeirrt die Ausführung vorbereitet, stellen sich die Proteste häufig schnell ein.

Persönliche Strafen

Bei der Frage, ob für das strafstoßwürdige Vergehen auch eine persönliche Strafe ausgesprochen werden muss, sollte die Härte der Spielstrafe ein bisschen Berücksichtigung finden. Klare Verwarnungen oder Feldverweise müssen natürlich erteilt werden. Bei Vergehen an der Grenze zur Verwarnung kann man die Karte im Zweifel aber eher stecken lassen, der Strafstoß ist (auch für den schuldigen Spieler persönlich, dem die Verursachung eines Strafstoßes in der Regel unangenehm ist) manchmal schon Strafe und Warnung genug.

Assistenten

Strafstöße sollten unbedingt Teil der Absprache vor dem Spiel zwischen dem Schiedsrichter und seinen Assistenten sein. Es gibt kaum Situationen, in denen ein Gespann schlechter aussieht, als wenn der Assistent einen Strafstoß anzeigt und der Schiedsrichter ihn überstimmt. Viele Schiedsrichter verbitten sich das Anzeigen von strafstoßwürdigen Vergehen durch die Assistenten. Häufig werden auch (mehr oder weniger) verdeckte Zeichen vereinbart, z.B. das Heben der Fahne am herunterhängenden Arm, das Laufen um die Eckfahne oder einen Schritt aufs Feld gehen.


Ausnahmen

  • Auf dem Kleinfeld ist normalerweise der Abstand verkürzt (siehe dort).
  • Bei den E-Junioren und jünger wir der Strafstoß aus 8 m ausgeführt.[1]

Videobeispiele

Siehe auch

Quellen

  1. Jugendordnung des DFB: Anhang IV Sonderbestimmungen für Spiele auf Kleinfeld für Juniorinnen und Junioren (G- bis D-Junioren) §1b.